|
Der „Arbeitskreis 8. Mai“ im Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften e.V. gedachte zusammen mit Bürgern Berlins und aus dem Umland am 16. Juni 2026 des ersten sowjetischen Stadtkommandanten im Berlin der Nachkriegszeit, General Nikolai Erastowitsch Bersarins. Unweit der Kreuzung in Berlin-Lichtenberg war dieser vor 81 Jahren tödlich bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen. Die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung erinnerten an die Verdienste Bersarins bei der Normalisierung des Lebens in der zerstörten Stadt nach ihrer Befreiung vom Faschismus. Bersarin ist Ehrenbürger Berlins. Herzlich wurde in diesem Jahr wieder eine Delegation der Bersarin-Schule der Botschaft der Russischen Föderation begrüßt, die darüber berichtete, warum sich die Schule des Ehrennamens verpflichtet fühlt. Neben Vertretern des BSW und der Linken sowie verschiedener Vereine hatten sich auch Mitarbeiter des Büros für Kriegsgräberfürsorge eingefunden. Zum ersten Mal nahm Botschafter Sergej Netschajew an der Gedenkzeremonie teil. Er würdigte in einer kurzen Rede die Persönlichkeit des Generals, der es 1945 vermocht hatte, in kurzer Zeit Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenzubringen, ihr Vertrauen zu gewinnen und ihnen zum Wiederaufbau Mut zu machen. Die Sprecherin des „Arbeitskreises 8. Mai“ erinnerte an ihren Großvater, einen deutschen Kriegsteilnehmer, der am Bersarinplatz in Berlin Jahrzehnte lang lebte und resümierte: Mit Bersarin begann ein Feindbild zu zerbröseln. Wir müssen heute verhindern, dass alte und neue Feindbilder Raum greifen. Historische Verantwortung übernehmen heißt heute, für Frieden, für unantastbare Grenzen und gegen erneute Aufrüstung in Europa einzutreten. Viele Teilnehmer der Gedenkveranstaltung legten am Gedenkstein und an der 2005 gepflanzten Bersarin-Birke Blumen ab. Kommentare sind geschlossen.
|
|
BDWO e.V. © 2025





