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Am 11. Dezember 2025 lud der „Arbeitskreis 8. Mai“ zum Abschluss des Jahres zu einem Erfahrungsaustausch über die Chancen eines intensiveren geschichts- und erinnerungspolitischen Wirkens. Wir wollten darüber diskutieren, wie in Zeiten großer Verunsicherung und heftiger Diskriminierung der Ideen der Ost-West-Kooperation das Andenken an die Leistungen der Alliierten und insbesondere der Roten Armee bei der Befreiung Deutschlands vom Faschismus 1945 gewahrt und zivilgesellschaftliche Initiativen für Völkerverständigung und freundschaftliche Begegnung gestärkt werden können. Der Einladung waren 30 Berliner und Brandenburger gefolgt, darunter Vertreter der Brandenburgischen Freundschaftsgesellschaft im BDWO und des Traditionsverbandes der ehemaligen NVA-Angehörigen. Als Gastredner waren der Vorsitzendes des BDWO Peter Franke und der Erste Botschaftsrat der Botschaft der Russischen Föderation in Deutschland Alexander Miljutin eingeladen. Sie boten mit anregenden Impulsreden die Grundlage für einen Rückblick auf problematische, von den aktuellen politischen Ereignissen beeinträchtigte, öffentliche Geschichtsbetrachtung. Allgemein bezeugten die Deutschen den verbreiteten Wunsch nach einem raschen Ende des Krieges Russlands gegen die Ukraine. Zugleich zeigten sich alle bedrückt vom wenig konstruktivem Beitrag der deutschen Politik zur Entspannung in Europa. Das Thema „Befreiung“, so viele Redner, ist geeignet, als Brücke für eine möglichst bald wieder normale, entkrampfte Begegnungskultur zu dienen, für die sich die mediale Geschichtsbetrachtung allerding von antirussischen und antikommunistischen Altklischees freimachen muss. Die Sprecherin des „Arbeitskreises 8. Mai“, Brigitte Großmann, wurde für ihr langjähriges Engagement für eine lebendige Freundschaft mit den Völkern der GUS mit der Ehrenmedaille des BDWO geehrt. Kommentare sind geschlossen.
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Januar 2026
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